EIN WEINJAHR: DER WINZER IM RHYTHMUS DER REBE Die Tätigkeit des Winzers folgt dem natürlichen Zyklus der Rebe und umfasst sowohl die Pflege im Weinberg als auch die Arbeit im Keller. Für Weine höchster Qualität beginnt die Sorgfalt bereits bei den Trauben und setzt sich bis zur Vinifikation fort. Entdecken Sie die wichtigsten Phasen des Rebenzyklus und erfahren Sie, welche Aufgaben der Winzer dabei übernimmt. 1 4 2 5 3 6 8 Kellerei St.Georg AUSTRIEB Weinberg: Im Frühling lockert der Winzer den Boden und düngt bei Bedarf, um die Nährstoffversorgung für den Austrieb der Knospen sicherzustellen. Junge Triebe sind anfällig für Schädlinge und Krankheiten, daher ist eine sorgfältige Kontrolle entscheidend. Keller: Während der vorherige Jahrgang noch reift, beginnen die Vorbereitungen für den neuen Jahrgang. VÉRAISON UND REIFUNG Weinberg: Die Véraison markiert den Beginn der Reife: Die Beeren wechseln ihre Farbe. Der Winzer misst Zucker, Säure und Geschmack, um den optimalen Erntezeitpunkt zu bestimmen. Keller: Tanks, Pressen und Geräte werden gereinigt und gewartet – alles muss bereit sein für die bevorstehende Ernte. LAUBFALL UND VORBEREITUNG AUF DEN WINTER Weinberg: Nach dem Laubfall speichert die Rebe Nährstoffe für den Winter. Der Winzer entfernt altes Holz und Triebe und verbessert die Bodenqualität durch organische Stoffe. Keller: Der junge Wein wird von der Hefe getrennt und geklärt. Der Winzer entscheidet, ob er weiter reifen oder bereits abgefüllt werden soll. FRUCHTANSATZ UND WACHSTUMSPHASE Weinberg: Die Trauben entwickeln sich. Der Winzer führt Laubarbeiten durch, entfernt überflüssige Blätter und reguliert den Ertrag durch Ausdünnen (Grünlese), um Qualität und Belüftung zu verbessern. Keller: Die Weine reifen weiter. Je nach Stil werden sie verkostet, umgefüllt oder in Holzfässern ausgebaut, um Aromen zu verfeinern. REIFE UND ERNTE Weinberg: Der Höhepunkt des Zyklus! Der Winzer legt den Erntezeitpunkt fest, abhängig von Reifeparametern und gewünschtem Weinstil. Die Ernte erfolgt manuell oder maschinell, die Trauben gelangen sofort in den Keller. Keller: Die Trauben werden sortiert, gepresst und der Most zur Gärung in Tanks oder Fässer gegeben. Temperatur und Gärverlauf werden überwacht, um die gewünschten Aromen und Texturen zu erzielen. BLÜTEZEIT Weinberg: Die Rebe ist in dieser Phase besonders empfindlich gegenüber Frost, Regen oder Hagel, die die Fruchtbildung beeinflussen können. Der Winzer beobachtet das Wetter genau und schützt die Pflanzen bei Bedarf. Keller: Im Keller erfolgt die Stabilisierung und Klärung der Weine. Früh abzufüllende Weine können bereits in Flaschen gelangen.
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