Wein-Wissen DIE HOHE KUNST DER SCHAUMWEINHERSTELLUNG ab und der Wein reift auf der Hefe über Monate oder sogar Jahre. • Nach der Reifung wird der Bodensatz (Depot) durch ein Verfahren namens Rütteln (Remuage) in den Flaschenhals befördert und schliesslich entfernt (Degorgieren). • Nach dem Auffüllen der Flasche (Dosage) wird der Schaumwein endgültig verkorkt. Diese Methode ist besonders aufwendig und wird für hochwertige Produkte wie Champagner oder hochwertigen Sekt verwendet. TANKGÄRVERFAHREN (MÉTHODE CHARMAT) • Die zweite Gärung erfolgt in grossen Drucktanks statt in der Flasche. • Zucker und Hefe werden dem Wein im Tank zugegeben, wo die Kohlensäure durch die Gärung entsteht. • Nach einer relativ kurzen Reifezeit wird der Wein gefiltert und unter Druck in Flaschen abgefüllt. • Dieses Verfahren ist weniger aufwendig und kostengünstiger als die traditionelle Methode. • Es wird häufig für leichtere, fruchtige Schaumweine wie Prosecco verwendet. IMPRÄGNIERVERFAHREN • Hier wird Kohlensäure künstlich in den Grundwein eingeleitet, ähnlich wie bei der Herstellung von Limonade. • Dieses Verfahren ist am kostengünstigsten und wird oft für einfache, günstigere Produkte genutzt. • Im Vergleich zu den anderen Methoden bleibt der Geschmack meist weniger komplex, und die Perlage ist oft gröber. Das Schaumweinverfahren ist ein Verfahren zur Herstellung von Schaumwein wie Sekt, Cava, Champagne oder Prosecco. Dabei wird stiller Grundwein durch eine zweite Gärung mit Kohlensäure angereichert. Es gibt mehrere Methoden, die in der Praxis angewendet werden, um die feine Perlage im Schaumwein zu erzeugen. Im Wesentlichen lassen sich die Verfahren in drei Hauptkategorien einteilen: TRADITIONELLE METHODE (MÉTHODE TRADITIONNELLE ODER CHAMPAGNERMETHODE) • Die zweite Gärung findet in der Flasche statt. • Zucker und Hefe werden dem Grundwein zugegeben (Tirage). • Während der Gärung entsteht Kohlensäure, die im Wein gebunden wird. • Die Hefe setzt sich im Verlauf der Gärung 10 Kellerei St.Georg
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